Montag, 1. Januar 2018

[Rezension] Don´t kiss Ray

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (7. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423740264
  • ISBN-13: 978-3423740265
  • Link zum dtv Verlag [*KLICK*] und amazon [*klick*]
Klappentext:
 Am Waffelstand eines Musikfestivals lernen Jill und Ray sich kennen und zwischen ihnen funkt es sofort. Leider fällt das verabredete Date einem Gewittersturm zum Opfer und Jill stellt sich darauf ein, dass sie Ray nie wiedersehen wird – nur um später, beim Konzert der Nachwuchsband „Broken Biscuits“, aus allen Wolken zu fallen: Der Leadsänger der Band, dessen Poster (nicht nur) die Wand ihrer besten Freundin schmückt, ist kein anderer als Ray! Und damit nicht genug: „Hallo, Mädchen mit der Puderzuckernase, falls du da bist … Tut mir leid, dass es vorhin nicht geklappt hat. Versuchen wir es morgen noch mal?“, ruft er ins Publikum. Und handelt sich und Jill ungeahnte Probleme ein: Nicht nur, weil Ray laut Vertrag keine Freundin haben darf, sondern vor allem, weil ein fanatischer Fan die beiden fotografiert hat und im Netz eine wahre Hetzjagd lostritt. Jill und Ray müssen sich trennen, bevor ihre Beziehung richtig begonnen hat, doch vergessen können sie sich nicht …
[Grafik/Klappentext: dtv.de]


Kritik:
Mobbing ist ein sehr heikles Thema in unserer heutigen Gesellschaft. Es passiert überall: ob nun in der Schule oder am Arbeitsplatz. Viele schließen die Augen oder sehen weg, um nicht selbst gemobbt zu werden. Susanne Mischke erzählt in ihrem Buch die Geschichte eines jungen Mädchens, das von anderen gemobbt wird und am Ende ihr Liebesglück findet, welches ihr jedoch nicht gegönnt wird.

Dank des flüssigen Schreibstils der Autorin, ließ sich dieses Buch in einem Rutsch lesen. Die Charaktere waren sympathisch und sie handelten nicht wie zwei unreife Teenager.

Jill hat es sowieso nicht leicht in ihrem Leben, denn sie wird von anderen gemobbt und traut sich nicht mehr vor die Haustür zu treten. So verliert sie immer mehr an Selbstwertgefühl. Da sie nicht das Leben einer gewöhnlichen Teenagerin führt, die mit wahren Freundinnen Nägel lackiert oder sich in der Promiwelt auskennt, weiß sie nicht, wen sie bei einem Musikfestival trifft. Zu ihrer Überraschung gehen sie und der süße Typ sogar Waffeln essen. Erst als sie im Nachhinein merkt, wer er ist, ist es schon zu spät.

Ray scheint nicht der typische Musikstar zu sein. Er fühlt sich gleich von der ahnungslosen Jill angezogen, da er merkt, dass sie anders als anderen Mädchen in ihrem Alter ist. Nach und nach lernt er ihr wahres Leben und ihre Probleme kennen. Dann fällt ihrem auch sein Vertrag ein, bei dem er keine Freundin haben darf.

Am Ende muss ich sagen, dass man gemerkt hat, dass es sich bei dem Buch um eine lockerleichte Jugendlektüre handelt, denn die Charaktere wurden nicht intensiv ausgebaut und die Handlungsstränge waren sehr kurz. Themen wie Mobbing wurden angesprochen, doch ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin dem Leser zeigt, wie er sich selbst zu verhalten hat, wenn er jemanden sieht, der von anderen gehänselt wird. Klar, man kann nicht viel von einem Jugendbuch erwarten, dennoch sollten gerade Jugendbücher die Augen öffnen und Folgen von Mobbing zeigen. Alles wurde kurz gehalten. Zudem ging mir die Liebesgeschichte einfach zu schnell. Sie hätte da genau auf das Zwischenmenschliche eingehen sollen.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/0/05/Susanne_Mischke.jpg/255px-Susanne_Mischke.jpg
Jens Niebuhr

Fazit:
Eine traurige Geschichte über eine junge Teenagerin, die von anderen gemobbt wird und trotzdem ihr Liebesglück findet. Zudem lernen wir auch was wahre Freundschaft bedeutet. Leider gab es einige Punkte, die mich gestört haben. 

Die Autorin:
Susanne Mischke, geboren 1960 in Kempten im Allgäu, studierte BWL.
Seit 1993 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und wurde 2001 mit dem Frauen-Krimipreis der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet. Susanne Mischke lebt in Hannover. Sie schreibt Psycho-Krimis, Jugend-Thriller und eine Krimiserie mit Schauplatz Hannover um den kultigen Kommissar Bodo Völxen und seine Schafe.


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Vielen Dank an den dtv-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars



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