Samstag, 7. April 2012

forbidden

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  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Oetinger (August 2011)
  • Originaltitel: forbidden
  • ISBN-10: 3789147443
  • ISBN-13: 978-3789147449

Inhalt:
Wie kann sich etwas so Falsches so richtig anfühlen?

Lochan, 18 Jahre, und Maya, 16 Jahre, führen nicht das Leben, welches Teenager in ihrem Alter führen. Sie kommen von der Schule und müssen für ihre drei jüngere Geschwister sorgen: kochen, baden, bei den Hausaufgaben helfen und zu Bett bringen. Der Vater hat die Familie verlassen und die Mutter lässt sich selten blicken. Somit sind die Kinder auf sich selbst eingestellt. Um nun vom Jugendamt nicht getrennt zu werden, müssen sich die Ältesten stets Lügen ausdenken. 

Lochan und Maya übernehmen somit die Rolle, die eigentlich ihre Eltern hätten. Dabei kommen sich die beiden immer näher und es entwickeln sich Gefühle, die sie nicht kontrollieren können. Maya ist eine Schönheit und tüchtig; Lochan dagegen hat Angst mit anderen (außer Maya) zu reden und hält sich daher zurück. Darum fühlen sich einfach füreinander geschaffen und können sich ein Leben ohne den anderen nicht vorstellen.

Kritik:
Mit diesem Meisterwerk spricht die Tabitha Suzuma ein Tabuthema an: Liebe zwischen Bruder und Schwester.
Sie zeigt, was passieren kann, wenn man die Kinder vernachlässigt und sie keine andere Wahl haben, als alles selbst in die Hand zu nehmen.

In der Geschichte ist Lochan der Klügere, der seine Schwester zwingend vor verbotenen Berührungen abhält. Aber letzt endlich die Grenze überschreitet, denn er hat seine Gefühle nicht mehr in Griff.

Die Handlung und Charaktere werden so realistisch und glaubwürdig rüber gebracht dass man glaubt, man wäre mitten im Geschehen. Ich konnte die Leidenschaft und Zuneigung zwischen ihnen regelrecht spüren.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive von Lochan und Maya in der Gegenwart erzählt. So kann man sich in die Lage jedes einzelnen versetzten und sie besser verstehen.
Die Autorin versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen. Doch leider fehlte mir die Spannung. Ein gutes Buch braucht nicht nur das, was es verspricht, sondern muss den Leser auch mit Kleinigkeiten überraschen. Diese Kleinigkeiten wurden jedoch nicht eingebracht. Nach 250 Seiten verstand ich es, wie es zu der Liebe kam, aber diese ständigen Auseinandersetzungen zwischen den Geschwistern nervten und es passierte nichts mehr. Die Mutter war einfach so eine Nebenrolle, auf die man genauer eingehen sollte. Was war mit dem 13jährigen Kit? Der müsste doch Verdacht geschöpft haben. Es gab Szenen, die nur für Abwechslung sorgten, damit dem Leser auch nicht langweilig wurde. Das Ende hat mich überrascht, aber nicht umgehauen.
Das Thema Inzest ist sehr interessant und wird auch nicht täglich behandelt, aber die Autorin konnte mich leider nicht unterhalten. Da habe ich leider viel spannendere Bücher gelesen, die alles beinhalten, was man  von einem Buch mit diesem Tabuthema erwartet. 

Das Cover ist wunderschön. Das Herz aus Dornenranken stellt die Liebe und die Gefahr zwischen den Beiden dar. Die Rosenblüten sollen wohl die letzten paar Hoffnungen hervorheben. 

Fazit:
Eine sehr herzergreifende und bewegende Handlung zwischen einem Geschwisterpaar.


Nichts hält die Liebe zwischen Maya und Lochan auf. 


Trailer


   


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